"Contagious: Why Things Catch on" – Buchrezension
Ich habe entdeckt, warum 93 % der Mundpropaganda offline stattfindet und wie sechs Prinzipien jede Idee ansteckend machen können – ganz ohne virale Plattform.
Ich habe dieses Buch von Jonah Berger gerade fertiggelesen. Insgesamt würde ich dem Buch auf einer Skala von 1 bis 5 eine 3,5 bis 4 geben. Ich empfehle dir, eine Kindle-Ausgabe zu besorgen – du kannst das Buch über ein Wochenende fertig lesen. Das zentrale Thema dreht sich um STEPPS, ein sechsstufiges System, das erklärt, warum wir Viralität erzeugen können oder warum Dinge viral gehen. Diese sind: Social Currency (sozialer Wert), Triggers (Auslöser), Emotion, Public (Sichtbarkeit), Practical Value (praktischer Nutzen) und Stories (Geschichten). Der Autor hat mich gepackt, als er erwähnte, dass nur 7 % der Mundpropaganda tatsächlich über Online-Kanäle stattfindet, der Rest passiert offline. Es stimmt zwar, dass Technologie uns hilft, Dinge mit einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit und Reichweite zu teilen. Aber Facebook, YouTube oder Twitter – das sind lediglich Technologien, keine Strategien. Wenn Menschen nicht über etwas reden oder es teilen wollen, kann man Viralität allein auf Basis der Plattform nicht erzwingen. Ich war eigentlich überrascht zu erfahren, dass 50 % aller YouTube-Videos weniger als fünfhundert Aufrufe haben. Der Autor diskutiert die Rolle der sogenannten „Influencer" (der Überbringer) im Vergleich zur Botschaft (der kreativen Idee) bei der Entstehung von Viralität, die inhärente Natur der Botschaft (etwas Lustiges/Niedliches?) usw. Ich möchte dir nicht das Vergnügen verderben, dieses wunderbare Buch selbst zu entdecken. Anstatt zu sehr ins Detail zu gehen, liste ich daher einige der im Buch hervorgehobenen Beispiele auf:
- Einer der meistgesehenen Branded YouTube-Kanäle aller Zeiten: http://www.youtube.com/blendtec. Wenn du Marketing-Direktor wärst, würdest du wollen, dass die Leute deinen TVC (ja, den TVC) über die Jahre hinweg mehr als 500 Millionen Mal anschauen und das seit 2007?
- Die Geschichte der „Please Don't Tell"-Bar in New York, die nie Werbung gemacht hat, aber seit 2007 schnell zu einer der begehrtesten Reservierungen für Getränke in New York wurde.
- „Snapple facts": Warum ist das so ansteckend?
- Die Geschichte von Rue La La
- Die Anti-Soda-Kampagne des New York City Department of Health
- Warum bekommt Cheerios mehr Mundpropaganda als Disney World?
Es gibt noch viele weitere Beispiele und Tipps im Buch, die du lesen musst, um sie zu verstehen. Das Gute daran ist, dass der Autor Daten verwendet, um seine Theorie zu untermauern, und Beispiele nutzt, um seinen Standpunkt zu veranschaulichen – das ist brillant. Auf diese Weise macht er alles leicht verständlich und überzeugt die Menschen leichter. Probier das Buch aus und lass mich wissen, was du davon hältst? Chandler