"Wir backen und sind im Tonclub" – einer der Hauptunterschiede zwischen Grundschulen in den USA und Singapur
Die frische Perspektive einer 10-Jährigen enthüllt überraschende Kontraste: vom Backclub und großzügigen Spielplätzen in Kalifornien bis hin zu fortgeschrittener Mathematik und Werteerziehung in Singapur.
Meine Tochter hat gerade ein volles Jahr an einer Grundschule in den USA abgeschlossen. Und dieser Beitrag handelt von den Unterschieden zwischen ihrem Schulalltag an einer öffentlichen Schule in Kalifornien und ihrer früheren Erfahrung an einer öffentlichen Schule in Singapur — aus der Perspektive einer 10-Jährigen :). Danke, Sophie.
1. Die Singapurer Schule ist kleiner und „eingeschränkter"
Aufgrund der Größe des Landes sind Singapurer Schulen im Allgemeinen deutlich kleiner als die in Kalifornien. Aufgrund der viel größeren Fläche haben die Kinder in Kalifornien viel mehr Platz zum Spielen, einen viel größeren Innenhof, Spielplatz, Fußballfeld usw.
In der Pause oder beim Mittagessen in Kalifornien spielen die Kinder viele verschiedene Spiele, und deshalb gefällt es Sophie dort.
2. Der Lehrplan in Kalifornien ist vielfältiger als in Singapur
Im Gesellschaftskundeunterricht werden in Kalifornien mehr verschiedene Themen behandelt als in Singapur. Außerdem lernen die Kinder in Kalifornien, Kuchen zu backen, und nehmen am Tonclub teil — das sind die Highlights von Sophies Schuljahr :)
3. Das Gefühl von „viel mehr Freiheit" in den USA
Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass Sophie in so jungem Alter diesen Unterschied zwischen den USA und der Schule in Kalifornien gegenüber Singapur bemerkt. Sie lernen in der 5. Klasse über Redefreiheit. Außerdem können die Kinder anziehen, was sie wollen. Sie können sich frei ausdrücken.
Aus der Perspektive eines Elternteils kann ich jedoch die andere Seite sehen, d.h. das Tragen einer Schuluniform. Es bedeutet, dass egal wie reich oder arm deine Familie ist, du dieselben Kleider zur Schule trägst wie alle anderen. Hier in Kalifornien sehe ich zum Beispiel, wie Kinder aus ärmeren Familien sich manchmal ein bisschen traurig fühlen, wenn andere Kinder viel schönere Kleider tragen. Vielleicht ist das nur meine Projektion.
4. Singapurer Schulen betonen die Vermittlung von Werten
Laut Sophie ist es nicht so, dass die Schulen in Kalifornien den Kindern keine guten Werte beibringen. Es geht um den Schwerpunkt, den Singapurer Schulen auf die Vermittlung guter Werte legen, wie Ehrlichkeit, Respekt, Empathie, Wertschätzung, Zähigkeit usw.
5. Mathematik ist an Singapurer Schulen viel fortgeschrittener
Sophie lernt Mathematik in Singapur viel lieber, weil es fortgeschrittener ist. Zum Beispiel lernen sie in der 3. Klasse in Singapur bereits Brüche.
Für sie ist Mathematik in Kalifornien etwas zu einfach. Ich fragte sie, ob sie mehr selbst lernen wolle :D, da es viele Bücher gibt. Sie sagte schelmisch nein, sie würde lieber andere lustige Dinge tun :D
6. Die Schulkantine in Singapur hat mehr Essensoptionen
In Singapur bietet die Schulkantine günstige Mahlzeiten für Schüler (weniger als 1,50 US-Dollar). Und sie haben viele Optionen, von chinesischem Essen, westlichem Essen, vegetarischer Option, Halal-Option usw.
In Kalifornien ist das Schulmittagessen zwar kostenlos, aber es gibt nur 1 Option. Das Essen ist laut Sophie oft nicht so toll. Also müssen viele Schüler selbst gekochtes Essen von zu Hause mitbringen. :P
Wenn deine Kinder Schulen in verschiedenen Ländern besucht haben, welche Unterschiede sind ihnen am meisten aufgefallen? Ich würde ihre Perspektive gerne hören.
Viele Grüße,
Chandler




