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Ein Leitfaden für Erstbesucher in San Francisco mit der Familie

Navigiere durch SFs Mikroklimata, Sicherheitsfragen und sich verändernde Stadtteile – mit Insider-Tipps zu Unterkunft, Mobilität und dem, was dich erwartet.

In Foster City zu leben bedeutet, dass San Francisco direkt vor der Haustür liegt – mit dem Auto etwa 30 Minuten auf dem Highway 101 (wenn es gut läuft; anderthalb Stunden, wenn es schlecht läuft, denn der Bay-Area-Verkehr ist ein ganz eigenes Leid). Sophie und ich fahren regelmäßig in die Stadt, und ich habe auch schon Freunde und Familie dort hin mitgenommen. Dabei habe ich einige Dinge gelernt, die ich mir selbst bei meinem ersten Besuch gewünscht hätte.

Ich sollte vorab sagen: Gegenüber SF habe ich gemischte Gefühle. Die Stadt ist wunderschön, kulturell reich und hat einige der besten Restaurants, die ich außerhalb Singapurs gegessen habe. Aber sie hat sich auch viel verändert – und nicht alles zum Besseren. Dieser Leitfaden versucht, ehrlich beide Seiten zu zeigen.

Die Stadt hat sich verändert

Ich möchte das nicht beschönigen. San Francisco ist nicht so sauber wie auf den Postkarten, und die Obdachlosensituation – vor allem Menschen mit psychischen Problemen und Suchterkrankungen – ist etwas, das man sehen wird, besonders in der Innenstadt. Aus Singapur kommend, wo die Straßen makellos sauber und die öffentliche Ordnung streng gehandhabt wird, war das für mich anfangs wirklich ein Schock. Das solltest du wissen, besonders wenn du mit Kindern reist.

Sicherheit geht vor

Sei vernünftig. Lass nichts Sichtbares in deinem Auto liegen (Einbrüche sind weit verbreitet – selbst ein Ladekabel kann Aufmerksamkeit erregen). Sei abends aufmerksam gegenüber deiner Umgebung. Ich möchte dich nicht abschrecken, denn der größte Teil von SF ist völlig in Ordnung – aber ein bisschen Vorsicht ist viel wert.

Das Mikroklima-Phänomen ist real

Ich muss zugeben, ich habe den Leuten nicht geglaubt, als sie mir von SFs Mikroklimaten erzählten. Dann bin ich an einem Nachmittag von der sonnigen Mission in den nebligen Sunset gelaufen und wäre fast eingefroren. Immer Schichten mitnehmen. Immer. Auch im Juli. Gerade im Juli :P

Vor der Ankunft: Besorge dir eine Daten-SIM-Karte

Wenn du aus dem Ausland einreist und vom Flughafen Uber nehmen möchtest, besorge dir eine Daten-SIM-Karte, bevor du ankommst. Die am SFO sind überteuert. Mit mobilem Internet wird alles einfacher – Navigation, Fahrdienste, Restaurants finden, in Verbindung bleiben.

Wo übernachten?

Die Wahl des Stadtteils macht einen enormen Unterschied. Aus meiner Erfahrung:

Bereiche, die ich meiden würde

  • Tenderloin: Hohe Kriminalitätsrate. Einfach weglassen.
  • In der Nähe von Pier 39: Überteuert, touristisch und ehrlich gesagt nicht besonders interessant, sobald man die Seelöwen gesehen hat.
  • Lower Nob Hill und Bereiche jenseits der 4th Street: Höhere Obdachlosenpopulation, kann sich nachts unwohl anfühlen.

Budgetfreundliche Optionen

  • Mission Bay: Ein aufstrebendes Viertel, relativ erschwinglich und nah am Oracle Park.
  • Harrison Street (near Oracle Park): Praktisch und günstig.

Wenn du dir etwas gönnen möchtest

  • Russian Hill: Gehobenes Wohnviertel, malerisch und in der Nähe toller Restaurants.
  • Sunset: Ruhiger, sicherer, familienfreundlich.

Fortbewegung

Mietwagen

Wer es gewohnt ist, in flachen Städten (wie Singapur) zu fahren, sollte sich auf SFs Hügel gefasst machen. Sie sind steil. Wirklich steil – „ich bin mir nicht sicher, ob mein Mietwagen das schafft"-steil. Parken ist ein Albtraum – suche nach gesicherten Parkhäusern mit Schranke und schau dir Google Maps-Bewertungen an. Autoeinbrüche sind hier kein Scherz.

Uber

Praktisch, aber teuer. Eine Fahrt von SF nach Mountain View kann überraschend viel kosten. Für kurze Fahrten in der Stadt ist es aber in Ordnung.

Öffentliche Verkehrsmittel

BART und Muni decken den größten Teil der Stadt ab und sind im Allgemeinen zuverlässig. Wenn du auf ein Budget achtest, ist das die beste Option. Achte nur auf deine Wertsachen, besonders in überfüllten Zügen.

Touristenattraktionen überspringe ich

Du kannst „Dinge tun in San Francisco" googeln und eine Million Listen bekommen. Damit kann ich nicht mithalten. Was ich sagen werde: Fisherman's Wharf ist überfüllt, Golden Gate Park ist unterschätzt, und das beste Dim Sum in SF gibt es im Richmond District (wer anderer Meinung ist, kann mich gerne herausfordern).

Noch ein paar Tipps

  • Essen: Auswärts essen ist teuer, aber die Vielfalt ist unglaublich. Vietnamesisches Essen ist hier solide (obwohl ich voreingenommen bin). Japanisches, mexikanisches und chinesisches Essen sind alle hervorragend.
  • Zu Fuß gehen: Bequeme Schuhe sind Pflicht. Die Hügel werden deine Füße sonst ruinieren.
  • Trinkgeld: Standard sind 15-20 % in Restaurants. Aus Singapur kommend, wo Trinkgeld eigentlich kein Thema ist, musste ich mich daran erst gewöhnen.

Weitere Nationalpark-Guides

Lies unseren vollständigen Guide: The Expat Family's Guide to US National Parks (2026) – mit allen 26 Parks, die wir besucht haben, Roadtrip-Routen, Kosten und Tipps für internationale Besucher.

Fazit

SF ist eine Stadt der Gegensätze – atemberaubende Schönheit neben rauer Wirklichkeit. Ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall, sie zu besuchen, besonders für Expats, die den Bay Area-Raum jenseits der Tech-Campusse verstehen möchten. Geh nur mit offenen Augen rein.

Wie sind deine Erfahrungen mit San Francisco? Liebst du es, magst du es nicht, oder bist du irgendwo dazwischen?

Viele Grüße,

Chandler

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